Kreistagskandidat*innen

Die Mitglieder des Rosenheimer Grünen-Kreisverbandes wählten kürzlich ihre Liste für die Wahl des neuen Kreistags im kommenden März. Den Wahlvorschlag führt die 50-jährige Ulla Zeitlmann an, die für die Grünen auch als Landratskandidatin antritt.

Sie eröffnete den Wahlabend mit einem Plädoyer für mehr Gemeinsamkeit: „Nur wir Grüne haben die Gestaltungskraft, um die wirklichen Probleme im Landkreis anzugehen.“ Als wichtigste Aufgaben sah sie dabei den Klimaschutz: „Der Schutz des Klimas muss lokal erfolgen und gemeinsam angepackt werden“, so Zeitlmann. Als wichtige Maßnahme solle der Landkreis daher moderne, vernetzte Mobilität anbieten und fördern, aber auch eine starke Klimaagentur schaffen.

Weitere wichtige Themen seien eine nachhaltige Müllentsorgung und die gezielte Schaffung von mehr Wohnraum, beispielsweise durch Förderung neuer Wohnkonzepte wie Genossenschaften und nachbarschaftlichem Wohnen. „Wir haben jetzt die große Chance, mit einer starken Liste nicht nur Akzente zu setzen, sondern die wichtigen Reformen im Landkreis mutig anzugehen und die Bürgerinnen und Bürger mit in die Entscheidungen einzubinden“, betonte die 50-jährige Juristin, die zuvor auch einstimmig zur Landratskandidatin gewählt worden war. „Unsere Ziele sind inzwischen längst mehrheitsfähig. Bei dieser Wahl gilt es nun, diese gesellschaftlichen Mehrheiten endlich im Rosenheimer Kreistag sichtbar zu machen.“

Die ersten Plätze der Liste bestimmen erfahrene Kommunalpolitiker wie der Grüne Bürgermeister von Eiselfing, Georg Reinthaler, die stellvertretende Landrätin der Grünen, Andrea Rosner, und die amtierenden Kreisräte Janna Miller, Anita Fuchs, Karlheinz Rieger und Leonhard Hinterholzer.

Deutlich sichtbar ist auch die Angriffslust der Grünen auf die Chefsessel in den Rathäusern des Landkreises: Neun der ersten 22 Plätze besetzen die Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten von Bad Aibling, Bad Endorf, Eiselfing, Neubeuern, Rimsting, Prien, Stephanskirchen, Bernau und Kolbermoor. Überwiegend folgten die stimmberechtigten Mitglieder den Wahlvorschlägen des Vorstandsteams, das im Ganzen auf einen klaren regionalen Proporz geachtet hatte. Dass bei den Grünen die Hälfte aller Plätze von
Frauen besetzt wird, verstand sich von selbst.

„Es war einfach, für diese Wahl geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden“, freut sich der Kreisvorsitzende der Grünen, Hubert Lingweiler. „Der überwältigende Teil der Liste kommt dabei erstmals aus unseren eigenen Reihen – das ist ein großer Erfolg.“ Die Partei habe am Abend der Aufstellungsversammlung den Eintritt des insgesamt 400. Mitglieds im Landkreis verkünden können.

„Wir wachsen stetig“, ergänzt die Kreisvorsitzende Steffi König. „Diese Stärke werden wir sicher im kommenden März in den Gemeindegremien und vor allem auch im Rosenheimer Kreistag wiederfinden.“